Daten zeigen, wie der Ironman von Jahr zu Jahr eiserner wird

Was sich vor der traumhaften Kulisse von Hawaii jedes Jahr abspielt, ist einer der härtesten, spektakulärsten und legendärsten Ausdauerwettbewerbe weltweit.

Beim IRONMAN Triathlon werden die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen in einem Wettkampf ausgetragen.

Hier ist also der Name sprichwörtlich Programm: Ironman heißt wörtlich übersetzt „eiserner Mann“. Das Motto heißt jedes Jahr:

“Whoever finishes first, We’ll call him the Ironman.”– Commander John Collins

„Wer auch immer zuerst ins Ziel kommt, wir werden ihn Ironman nennen.“

Seit Jahren stellt der deutschsprachige Raum nach den USA das größte Starterfeld für das Rennen in Kailua-Kona.

Dieses Jahr feierten die Deutschen einen riesigen Erfolg: Die drei ersten Plätze konnten von Deutschen errungen werden, was bisher nur den US-Amerikanern gelungen war.

Abb. 1: Ironman-Siegertrio 2016: Sebastian Kienle, Jan Frodeno und Patrick Lange

Abb. 1: Ironman-Siegertrio 2016: Sebastian Kienle, Jan Frodeno und Patrick Lange; Quelle: www.ironman.com

Den ersten Platz erreichte Jan Frodeno sogar zum zweiten Mal in Folge. Er kommentierte den steinigen Weg zum Sieg mit „es war die Hölle!“ und „es ging nur darum, wer am meisten leiden kann“.

Der Wettkampf war knapp, denn die Siegerplätze liegen dieses Jahr viel näher beieinander als es in den ersten Jahren des IRONMAN noch der Fall war.

Bei der visuellen Analyse der Wettkampfdaten haben wir überraschende Entwicklungen beobachtet, die wir Ihnen in einem interaktiven Tableau-Dashboard zeigen möchten. Klicken Sie auf die grauen Storytelling Punkte bzw. die Grafiken und erfahren Sie mehr.

Besonders auffällig ist die drastische Verbesserung der Siegergesamtzeit seit 1978: sie hat sich stetig von knapp 12 Stunden auf knapp über 8 Stunden (2016) verbessert.

Dies liegt an den verbesserten Trainings- und Ernährungsmethoden. Zudem beteiligen sich an diesem Wettbewerb mittlerweise nur noch Profiathleten.

Dass ein Triathlet in einer Disziplin besonders gut abgeschnitten hat, muss nicht bedeuten, dass seine Gesamtplatzierung ganz vorne ist:

Interessant an den Zeiten der Teilnehmer ist zum Beispiel, dass der beste Schwimmer (Harry Wiltshire, England) am Ende „nur“ den 106. Platz geschafft hat.

Manche starke Unterschiede der einzelnen Leistungen lassen sich leicht erklären: Jason Fowler, der den 2054. Platz erreicht hat, ist ein Triathlet, der von der Brust abwärts gelähmt ist. Seine Leistung ist absolut sensationell und er hat in allen drei Disziplinen alles gegeben. Das Laufen ist seine stärkste Diziplin, weil er den Marathon im Rollstuhl bewältigt.

Und hier noch ein paar Worte zu den Bedingungen des Ironman´s: Das Rennen startet in Kailua-Kona mit der 3,86  km langen Schwimmstrecke aufs offene Meer und zurück. Darauf folgt die 180,2 km lange Radstrecke durch die Lavafelder Richtung Norden auf dem Queen K Highway mit dem Wendepunkt in Hawi. Der Marathon mit 42,2 Kilometern Laufstrecke führt bis zum Natural Energy Lab, einer Forschungsstation zur Nutzung von Meeresenergie und endet mit dem Zieleinlauf auf dem Ali’i Drive in Kona.

Das BIVAL Team wünscht Ihnen viel Spaß beim intuitiven Durchklicken. Unsere Analysen wurden mit Tableau durchgeführt. Bei Fragen sind wir jederzeit für Sie da!